1. Spieltag MDOL Frauen 2020/21

Krimi zum Auftakt

 

Nach gefühlt ewiger Pause empfingen unsere Damen am Wochenende die HSG Rückmarsdorf zum Auftakt der neuen Saison in heimischer Halle. Auf Grund der aktuellen Verordnung war dies leider bereits im Vorfeld als Geisterspiel deklariert worden. Dennoch kein Grund sich für unser Team zu verstecken und auch Rückmarsdorf freute sich auf den Start.

Gleich zu Beginn entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei welchem sich zunächst die Glockenstädter dank viel eigenem Tempo mit 5:2 nach 7 Minuten absetzen konnten, ehe die EX-HCL Akteure um Francisca Buth und Celina Matthey in den Reihen der Gäste den Rückstand schmelzen ließen. Nach 20 Minuten fiel der Ausgleich zum 10:10 durch Julia Kiulies, welche am Ende die beste Gästeschützin werden sollte.  Ruhe bewahren, wieder mehr zusammenarbeiten und so den Gästen das Spielen und Werfen wieder erschweren, mahnte Coach Ralph Börmel in der Auszeit und auch Victoria in ihrer neuen Rolle appellierte an den Willen und die Konsequenz beim eigenen Abschluss. Dennoch übernahmen die Rand-Leipziger die Führung und bauten diese bis zur Halbzeit auf 15:19 aus.

Wahnsinn, 15 Tore in einer Halbzeit und das trotz noch nicht idealer Abstimmung, so die positiven Worte zur Pause. Doch die Defensive war noch keine Verbundarbeit, sodass die Damen in Halbzeit 2 hier noch ein wenig mehr Arbeit vor sich hatten. Gesagt getan, so wäre es sehr einfach gewesen, jedoch gelang dies nicht direkt. Rückmarsdorf erst in Überzahl und dann in Unterzahl spielte den Ball schnell und netzte immer wieder ein, sodass gar 6 Tore Rückstand nach 34. Minuten zu Buche standen, 15:21. Nach diesem Tor ging ein Ruck durch die Mannschaft. Die Umstellung zurück auf eine strukturierte Aufbauspielweise in Kombination mit der stabileren Abwehr brachte den Umschwung. Eingeleitet durch „Breiti“, „Nika“ und „Toni“ verkürzte das Team auf 19:21 und spürte, dass heute die Punkte noch nicht vergeben waren. Franciscas Buth's verdeckte platzierte Würfe und auch Julia Kiulies' Treffer aus dem linken Rückraum ließen Rückmarsdorf weiterhin in scheinbar sicherem Fahrwasser gleiten. Doch da hatten sie die Rechnung ohne unsere rechte Angriffsseite gemacht. Nikola und Lucie schienen sich von Minute zu Minute besser zu verstehen und setzen entweder sich selbst oder Anne am Kreis in Szene.  So fiel zunächst das 26:27, ehe nach der Auszeit der Gäste gar das 27:27 und das 28:27 durch eigene Ballgewinne nach Paraden von Helena folgten. Die 10 Minuten wurden daher zu einem echten Krimi, kein Team gab klein bei und schon gar kein Team, wollte hier ohne Punkte die erste Partie beenden. Die Apoldaerinnen blieben in Front und blieben dies auch 31 Sekunden vor Schluss mit dem 2. Treffer. Francisca Buth antwortete prompt, so dass die Führung mit Manndeckung der Gäste gerade so noch über die Zeit gerettet werden konnte. Ein torreiches Spiel, am Ende mit 34:33 endete für die SG daher mehr als positiv.

Die Aufholjagd war sehenswert, der Kampfgeist vorhanden und dank des Willens schafften die Damen den ersten Punktgewinn.

Am kommenden Sonntag geht’s dann für die Damen zum Derby gegen den HBV Jena 90. Auch dort muss man mit einer ähnlichen Angriffsleistung gegen die mit viel Tempo agierenden Saalestädter antreten, um die nächsten Punkte zu sammeln.

 

Für die AG Apolda Großschwabhausen spielten:

 

Tor: Helena Gottschalg, Petra Geisseova

 

Feld: Nikola Španihelová 8, Lucie Mrozkova 8, Antonia Westland 8/3, Anne Breitschuh 6, Lisa Marie Horn 3/1, Thea-Marie Schatz 1, Annika Lehmann und Tina Müller, Sophia Müssig, Hannah Gottschalg, Maria Ackermann