16. Spieltag TL: HBV jena - HSV Apolda 14.April 2018

Ersten Matchball verwandelt

Ein besonderes Spiel stand am vergangenen Samstag für unsere Frauen auf dem Plan. Bei noch zwei verbleibenden Spielen sollten sie in Jena bereits die Möglichkeit haben den 3. Thüringenmeistertitel in der Vereinsgeschichte zu gewinnen. Genau deshalb hatten sich auch über 100 Apoldaer Anhänger aufgemacht, dem Spektakel beizuwohnen.

Die Partie begann spannend, beide Mannschaften tasteten sich ab und nicht jede Chance wurde 100%-ig verwertet. So stand es nach 5 Minuten 2:2. Mit der bereits über die ganze Saison erfolgreichen ersten Welle konnten sich die Gäste bis zur 12. Minute auf 2:6 absetzen. Gerade Lucie Špicunda Mrózková sorgte mit ihren Abschlüssen aus dem rechten Rückraum für dieses Polster. Doch auch die Jenaer Damen sind auf dieser Position mit Claudia Stein Bundesliga-Erfahren besetzt und konnten sich dank deren Beherztheit wieder auf 6:9 herankämpfen. Bis zum Seitenwechsel wuchs der Vorsprung für die Glockenstädterinnen auf 6:13 an.

Nach der Pause wurde es für die HSV Frauen schwerer Tore zu erzielen, die Deckung der Saalestädterinnen agierte ein wenig offensiver und versuchte dadurch die Kreise der Gäste einzudämmen. Dennoch erarbeiteten sich diese weiterhin guten Chancen, vergaben davon jedoch zu viele. Der Vorsprung blieb bei 7 Toren, 10:17 in der 42. Minute. Wer jetzt gedacht hatte, dass die Partie bereits in trockenen Tüchern sei, der lag definitiv falsch. Denn Jena stibitzte mehrfach Bälle, schloss konsequenter ab und brachte die HSV Damen ein wenig in Schwulitäten. Patrick Salitzki reagierte und nahm beim 15:19 in der 47. Minute die Auszeit. Die Schwächephase des Angriffs war danach allerdings noch nicht vorüber. Der HBV kam in Unterzahl auf 17:19 heran. Nun waren alle endgültig wachgerüttelt. Heike Engel, die bereits ihren 3. Meistertitel  feiern konnte, parierte einige Bälle und gab somit den nötigen Rückhalt. Im Angriff spielten die Damen nun konzentrierter und besannen sich auf ihre jeweiligen Qualitäten. Als Team gemeinsam gestalteten sie den finalen Spielausgang mit klaren Spielzügen und passten im richtigen Moment zur richtigen Spielerin. Corina Lehnardt markierte eine Sekunde vor dem Schluss den letzten Treffer zum 20:24. Auch für sie ist es der 3. Thüringenmeister-Titel mit dem HSV Apolda.

Nach dem Abpfiff bedankten sich die Spielerinnen bei den zahlreich mitgereisten Fans. Die Kulisse von fast 200 Zuschauern ist auch für sie immer noch eine Besonderheit und machte sicherlich auch den einen oder anderen Fehlwurf aus. Dennoch haben sie die Nerven behalten, und können sich nun ganz entspannt auf die Partie am kommenden Samstag gegen den SSV Saalfeld, den noch amtierenden Thüringenliga-Meister der vergangenen Saison freuen. Um 17:00 Uhr ist dann Anpfiff.

Für die Apoldaerinnen spielten:

Tor: Heike Engel (1), Helena Gottschalg

 

Feld: Lucie Špicunda Mrózková (10/2), Thea-Marie Schatz (4/1), Corina Lehnardt (3), Marie Meyer (2), Farina Fricke (2), Carolin Dippmann (1), Julia Pfotenhauer (1), Patricia Köhler, Maria Ackermann, Lisa Günther, Romy Kohler und Hannah Gottschalg