Spielbericht 17. Spieltag MDOL 2017/18

USV Halle - HSV Apolda - 03. Feb. 2018 19.00 Uhr

HSV zähmt Panther 60 Minuten lang

 

Die Reise am heutigen Wochenende führte nach Halle-Neustadt zu den Panthern des USV Halle. Erneut mit einem schmalen Aufgebot, da Krankheiten das Mitwirken von weiteren Spielern verhinderten. Doch den Gastgebern schien es ja ähnlich zu gehen, ihr Shooter Sogalla stand zwar auf dem Papier, konnte aber auf Grund von Schulterproblemen nicht in seine Hauptaufgabe gehen. Nichts desto trotz sollte es ein spannendes kampfbetontes Spiel werden. 

Die mitgereisten Apoldaer Fans auf dem Rang, sowie Michal Mrózek, als mentale Unterstützung am Seitenrand, glaubten allerdings in den ersten 5 Minuten ihren Augen kaum. Denn was die Gastgeber präsentierten, war nicht ganz das, was man erwartet hatte und so konnten die HSV’ler den Ball mehrfach erobern und lange Pässe nach vorne geben. Irgendwie schien Igor Toskoski allerdings zu viel Kraft getankt zu haben, denn seine Pässe waren schlichtweg zu lang für Igor Ilievski. Florian Folger ließ sich davon nicht beirren und netzte zum 0:1 ein. Die Defensive arbeite viel und versuchte ständig den Spielaufbau durch frühzeitiges Heraustreten zu unterbinden und zwang so die Panther zu einigen Fehlern. Nach 12 Minuten leuchtete daher eine 2:4 Führung für den HSV an der Anzeigentafel. Weiterhin blieb der HSV in Front. Halle schlief nicht, kam langsam besser in die Partie, nahm nach 18 Minuten eine Auszeit und versuchte mit einer offensiveren Abwehr, die Kreise des HSV zu stören. Dies nützte ihnen nichts, denn im Angriff leisteten sie sich weiterhin zu viele Fehler und so kam der Ball mehrfach in Igors Besitz und die Glockenstädter konnten langsam davonziehen. Das 6:10 markierte Florian Folger vom Punkt, und ließ sich dabei nicht von der jungen Wischerin aus dem Konzept bringen, die ihr Handy erst weglegen musste, ehe sie auf das Feld gehen konnte. Vielleicht sollte Halle hier noch einmal über deren Besetzung nachdenken. Das Mindestalter in der MDOL schien sie jedenfalls nicht zu haben. Doch immerhin, die Offiziellen hatten mal einen Siebenmeter gepfiffen.  Bis zur Pause wechselten die Gastgeber zwar ihren Torhüter, doch auch dieser bekam nur selten seine Hände an den Ball. Der HSV spielte also weiter sein Spiel und ging dank zweier schneller Tore vor dem Pausenpfiff, verdient mit 9:14 in die Kabine.

Auch nach dem Seitenwechsel sahen die Zuschauer eine Art Wiederholung der ersten Minuten der Partie. Der Abschluss und die Fehlerrate im Angriff nahmen bei den Apoldaern zu. Daniel Kocsis im Tor war es jedoch, der das Aufkeimen einer Aufholjagd der Gastgeber im Keim erstickte. Er kam von der Bank für einen Strafwurf von Chris Thiele und parierte diesen, 11:16 in der 34. Minute. Florian Folger konnte weiterhin immer wieder shooten und markierte so die Treffer 11:17, 12:18 und 12:19. Dennoch wurde die Partie härter und die Hallenser schienen nur noch Aggressivität und Fouls als Mittel zu haben, den HSV zu stoppen. So wurde Nick einlaufend umgestoßen, Bojan im Eins-gegen-Eins zur Seite gestoßen und die anderen immer mal wieder mit Kleinigkeiten, wie schlagend oder Trikot ziehend, beim Spielen aufgehalten. Die Offiziellen ließen hierbei sehr viel durchgehen oder sahen schlichtweg, einfach weg. An der Führung des HSV änderten sie allerdings nichts. Auch wenn es 10 Minuten vor dem Spielende noch einmal spannend wurde, als Halle auf 19:21 verkürzte, bewahrte die Truppe von Frank Ihl den kühlen Kopf und spielte die Partie zu Ende. Am Ende waren es 4 Tore für den HSV, die den Sieg ausmachten. Mit 23:27 gewannen sie, dank einer starken Abwehrleistung als Team, mit einem Schlussmann Igor Toskoski, der 20 Bälle parierte und einem Angriff, der sich auch in den kommenden Spielen nicht verstecken muss.

Beachtlich heute, die mitgereisten Apoldaer Anhänger machten mehr Stimmung, als die heimischen Panther Fans und motivierten das Team dadurch zusätzlich. Die Partie macht definitiv Lust auf mehr. Deshalb möchten wir noch einmal darauf hinweisen, dass das nächste Heimspiel bereits am 17.02. 20:00 Uhr gegen die HG85 Köthen steigt. Bis dahin heißt es auskurieren und weiterhin am Aufwärtstrend arbeiten.

 

Für den HSV Apolda spielten:

Tor: Igor Toskoski, Daniel Kocsis

Feld: Florian Folger (10/2), Sebastian Wenke (4), Norbert Bán (4), Nick Heinemann (4), Bojan Mirilo (3), Igor llievski (2), Jörg Heinemann und Vasil Mitevski sowie Torsten Dippmann