Spielbericht 19. Spieltag MDOL 2018/19

Nervenkitzel und beherzte Abschlüsse

 

Zu den Eisenbahnen nach Pirna reiste man an diesem Samstag und ließ sich von der blockierten Parkplatzeinfahrt zur Halle am Sonnenstein nicht beirren.

Nach dem Erlebnis am Donnerstagabend wollte man gegen die Eisenbahner zunächst auf die alte HSV-Tugend der guten Abwehr zurückgreifen und fing daher eher traditionell an. Doch so gut man hinten auch gemeinsam decken konnte, so statisch war die Offensive. Fehler luden den ESV ein nach anfänglichem 2:2 auf 4:2 davon zu ziehen. Kurz bevor das 5:2 fiel, stellte Frank Ihl das Team um. Nachdem Bojan bereits frühzeitig einen Schlag ins Gesicht bekam und durch Stefan Remke ersetzt wurde, griff nun auch Kevin Szep-Kis ins Spielgeschehen ein.  Mit den „Jungen“ kam mehr Bewegung ins Spiel und Pirna brauchte eine Weile um sich darauf einzustellen. Diese Zeit nutzte der HSV, ließ den Ball laufen und schaffte durch Kevin seinen Treffer zum 5:5 den Ausgleich. Pirna zog nun selbst konsequenter aufs Tor und setzte den HSV durch leichte Treffer unter Druck, 7:5. Bis zur Pause konnte man die Hausherren nicht noch einmal schocken und so gingen diese zu diesem Zeitpunkt völlig verdient mit 11:8 in die Kabinen.

Wachgerüttelt, doch immer noch nicht ganz souverän, starteten die Glockenstädter in die zweite Halbzeit. Pirna leistete sich nun mehr Fehler und lud den HSV daher ein wieder mitzuspielen. Beim 14:13 war die Partie wieder offen und Spielertrainer Dusan Milevic sah sich gezwungen die Auszeit zu nehmen, 39. Minute. Die Lok wirkte nun wieder kraftvoller und versuchte durch viel Bewegung die Abwehr des HSV zu knacken. Erfolgreich, daher führten sie nach 43. Minuten mit 17:14. Wie schon zuvor antwortete die Ihl-Truppe auf ihre Art und Weise. Mit Ballgewinnen in der Abwehr stellten sie den erneuten Anschluss her, 17:16. Der Ausgleich blieb allerdings verwehrt. Die Auszeit sollte daher für die nächste Veränderung sorgen und das Team noch einmal entscheidend nach vorn tragen. Gerade Kevin Szep-Kis zeigte sein Talent und übernahm nach dieser vorrangig die Verantwortung beim HSV.  Mit viel Übersicht bis auf die linke Außenbahn zu Sebastian Wenke gelang der langersehente Ausgleichstreffer, 18:18. Es entwickelte sich ein Schlagabtausch auf beiden Seiten. Bei dem dank dem Führungstreffer durch Kevin selbst, abzogen aus dem Handgelenk, die Bank nun vollends die notwendige Unterstützung gab. In Unterzahl kegelte Bojan von 11-12 Metern den Ball ins Tor, 19:20. Die letzten 10 Minuten hatten begonnen. Robert Ultsch kam bei Kevin zu spät und dezimierte sein Team. Der HSV, nun wieder mit Bojan und Norbert im Aufbau aktiv, spielte erneut zu Sebastian, 19:21. Doch Pirna antwortete prompt aus dem Rückraum. Nun war es Stefan der beherzt die Kugel aus dem Stand einnetzte und damit die erneute Führung herausholte, 21:22. Mit Beginn der Schlussminute legte Kevin, mit seinem 7 Treffer, noch einen drauf, 21:23. Und nun lag es an Pirna sich etwas einfallen zu lassen. Der ESV-Toptorschütze ließ sich das nicht zweimal sagen und verkürzte auf 22:23. Doch es blieben noch 33 Sekunden um die Punkte mit nach Hause zu nehmen. Ruhe bewahren und den Kopf oben behalten, daher die Auszeit 14 Sekunden vor Schluss durch Frank Ihl. Ruhe, war wohl weit gefehlt, hatte man doch schon mehrfach in dieser Saison einen solchen Spielstand noch aus der Hand gegeben, daher noch einmal klare Anweisungen. Dennoch Pirna bekam knapp 7 Sekunden vor dem Ende den Ball, ein unnötiger Fehler machte die Partie noch einmal spannend. Der SG-Verantwortliche rannte zum Tisch, nächste Auszeit. Doch es blieben ihnen nur noch 2 Sekunden. Diese reichten vom eigenen Tor nicht mehr, um sich noch einmal eine Wurfchance zu erarbeiten. Knapp, aber dank viel Mut und dem Willen, die Punkte mitzunehmen, erarbeiteten sich die HSV-Akteure den Sieg.

 

Für den HSV spielten:

Tor: Thomas Poschbeck, Igor Toskoski

 

Feld: Kevin Szep-Kis 7, Norbert Bán 5, Sebastian Wenke 4, Stefan Remke 2, Jörg Heinemann 2, Bojan Mirilo 1, Nick Heinemann 1, Vasil Mitevski 1, Stefan Langer, Torsten Dippmann, Volker Goldmann, Igor Ilievski