Spielbericht 5. Spieltag MDOL 2017/18

14.10.2017 19.00 HG85 Köthen - HSV Apolda

Chance war greifbar – aber nur greifbar

Im heutigen Auswärtsspiel reiste man nach Köthen. Als Spitzenspiel betitelt, wurde die Partie mit dem Tabellendritten gegen den Tabellenfünften extra von DHB-Schiedsrichtern angepfiffen.

Doch Köthen erwischte hierbei den besseren Start und ging durch Ex-HSV‘ler Bojan Mirilo mit 1:0 in Führung. Vom Siebenmeterpunkt legten sie noch einen darauf und Vasil konnte erst den ersten Treffer des Tages erzielen. In der 10. Minute glich Sebastian zum 3:3 aus. Dann jedoch erhielt Jörg nach 12 Minuten eine Zeitstrafe für einen Treffer im Gesicht bei der Gegnerannahme in der Abwehr. Die Uhr stand und die Schiedsrichter erhöhten Ihr Strafmaß, da Köthens Spieler kurzzeitig blutig vom Feld musste. Die direkte rote Karte war die Konsequenz. Anschließend rückte das Team mehr zusammen und versuchte mit aktiverer Abwehrarbeit den Ausfall zu kompensieren. Doch Köthen blieb aus dem Rückraum erfolgreich und zog auf 8:4 davon. Immer wieder waren die Männer von Frank Ihl in Unterzahl und so war ein aufholen nur bedingt möglich. Dennoch kamen sie in Schlagdistanz, beim 9:7 waren wir dann wieder dran, 25. Minute. Doch der Anschlusstreffer gelang nicht. Stattdessen setzte Köthen wieder einen drauf. In die Pause ging es 11:7.  

Auch nach dem Seitenwechsel sahen die Zuschauer das gleiche Bild. Köthen wirkte agiler und zog Tor um Tor davon, 14:8 stand es nach 34. Minuten. Doch der HSV gab sich nicht auf, kämpfte verbissen und kam langsam wieder heran. Nach 40 Minuten stand es 15:12 und die Chance auf den Anschlusstreffer war erneut fast da. Die Heimmannschaft war jedoch ebenfalls siegeswillig und netzte zum 16:12 ein. Wieder waren es 4 Tore. In den Folgeminuten gelang es den Glockenstädtern trotz guter Abwehrarbeit und einer doppelten Überzahl durch eigene Fehlentscheidungen nicht auf 2 Tore heran zu kommen. Sage und schreibe 6 Minuten fiel weder ein Tor auf Seiten der HG noch ein Tor auf Seiten des HSV, 48. Minute. Igor parierte dann einen Strafwurf, für ein Foul von Igor auf Außen, welches sehr fragwürdig ausgelegt war und Michal nutzte von der Bank kommend den Überraschungsmoment aus, 18:16.  Doch die Bachstädter antworteten prompt, und spielten schnell an den Kreis. Die Glockenstädter hingegen vergaben ihre nächste Chance und so führte die HG schnell wieder mit 4 Toren, 20:16 Die letzten 10 Minuten gaben sie noch einmal alles, wollten unbedingt, wenigstens einen Punkt mitnehmen. Doch immer, wenn die Chance da war, noch einmal zu verkürzen, also so richtig zu verkürzen, da stoppte das Heimteam und die Offiziellen den Traum. 80 Sekunden vor Schluss netzte Igor per Heber im direkten Gegenstoß zum 23:21 ein. Doch Köthen spielte den Folgeangriff sehr geduldig hin und her, die Männer von Frank Ihl störten den Aufbau. Bei 59:16 legte der Coach der Hausherren die grüne Karte, fraglich, ob er schnell genug war. Denn der Ball war nach einem Wurf von Linksaußen gerade am Tor vorbeigegangen. Es kam zur Auszeit und im darauffolgenden Angriff spielte Köthen erneut die linke Außenbahn frei. Der Nachwurf von Köthens Spieler des Spiels landete im Kasten und so stand es 24:21. Vasil setzte den Schlusspunkt kurz vor dem Ende, 24:22.

Immer wieder war die Chance da, immer wieder blieb sie nur in der Nähe. Und am Ende blieben die Punkte somit in Köthen. Deprimiert traten die Spieler so die Heimreise an. Nächste Woche müssen sie die gleiche Willensstärke zeigen und ihre eigenen Chance besser nutzen.

 

Für den HSV spielten:

Tor: Igor Toskoski, Daniel Kocsis

Feld: Vasil Mitevski (10/3), Sebastian Wenke (3), Florian Folger (3), Igor Ilievski (2), Michal Mrozek (2), Nick Heinemann (2), Torsten Dippmann, Jörg Heinemann, Norbert Bán, Nicky Resimius, Max Köthe