Spielbericht 5. Spieltag MDOL 2020/21

Defensive lässt Gegner kaum Chancen

Das Torfestival in Köthen sollte der Vergangenheit angehören. Gemeinsam agieren, mit Zusammenhalt so sollte man die Gegner aus dem Vogtland des HC Einhalt bieten können und deren eigene Einheit zerstören. Dies sollte jedoch auf Grund der Vorsichtsmaßnahme ohne Zuschauer zu spielen, quasi erneut zu einem Geisterspiel verdammt, kein so einfaches Unterfangen werden.

In der Anfangsphase fehlte den Herren sichtbar die Atmosphäre.  Sie ließen den Ball laufen, spielten hin und her, doch die Torerfolge blieben aus. Daher führte die Einheit völlig verdient nach 7 Minuten 1:3 und das, obwohl Igor bis dato bereits einen Strafwurf parieren konnte. Dennoch rappelte sich das Team ein wenig auf, spielte konsequenter und erhielt daher ebenfalls Strafwürfe. Diese netzte Patrik ein, sodass nach 12 Minuten der Ausgleich zum 3:3 fiel. Der Rückraum der Gäste bewegte sich erneut leichtfüßig und gerade David Zbiral zog erfolgreich die Fäden. Daher gingen die Vogtländer wiederholt mit 2 Toren in Front, 3:5 in der 18. Minute.  Nachdem 4:5 durch Malte nahmen die Plauener die Auszeit, 21. Minute. Welch ein Glück könnte man sagen, denn nach dieser funktionierte der Spielaufbau der Apoldaer besser, sie drehten das Spiel und gingen mit 7:5 in Führung, 25. Minute. Sein Übriges zu diesem „Dreh“ tat Igor, indem er mal eben den nächsten Strafwurf parierte und auch sonst bei den Abschlüssen von Plauen seine Hände mit im Spiel hatte. Bis zur Pause netzte Lars noch doppelt ein, die Abwehr formierte sich weiter besser, sodass die Fehlwürfe seitens der Plauener stiegen. Kurz vor der Pause wurde Norbert von Plauens Marc Multhauf beim Wurf am Wurfarm gezogen, was eine rote Karte für diesen mit sich zog. Den fälligen Strafwurf konnte Patrik leider nicht verwandeln, weshalb das Team mit einer 9:6 Führung in die Pause ging.

In der Halbzeitpause meldete Plauen Jan Richter als Alternative für den Rückraum nach und wollte so noch einmal die Partie in deren Richtung lenken. Dies blieb ihnen jedoch verwehrt. Auch wenn David Zbiral sich weiterhin aufopferungsvoll in jeden Zweikampf und jede Lücke warf, so blieb die HSV-Defensive konstant zusammen agierend. Der Vorsprung wuchs daher. Um die 45. Spielminute wirkte Plauen ein wenig hilflos, kam in der Abwehr zu spät und kassierte daher mehrere Zeitstrafen. Vom 14:9 bauten die Glockenstädter ihr Führung auf 17:9 aus. Ehe Plauen noch einmal bis zur 52. Minute auf 17:12 verkürzte. Die Aufholjagd stagnierte und die Herren von Patrick Schatz spielten die Partie ruhig zu Ende. Am Ende konnten vor allem die Außen auf beiden Seiten noch ein paar Treffer erzielen. Nach 60 Minuten leuchtete ein 21:15 auf der Anzeigetafel.

Für die Gäste war an diesem Tag, sicher auch wegen deren hohen Verletztenzahl nichts zu holen, doch auch für unser Team zeigte sich mal wieder, welch schwierige Situation sich bietet, wenn keine Kulisse beim Handball spielen vorhanden ist. Ein Spiel, egal ob zu Hause oder auswärts ohne die Emotionen vom Publikum: das Raunen, das Klatschen, das Wettern über die ein oder andere Entscheidung lässt sich nicht einfach bestreiten- der Antrieb für die eigene Bestleistung, die permanente extrinsische Motivation seitens der Zuschauer können die eigenen Jungs auf der Bank nicht kompensieren. Hoffen wir daher, dass die Pandemie langsam ein Ende findet, damit der spannendste Sport der Welt, auch wieder Spannung nach Außen in Apolda zeigen kann. Kommende Woche reisen unsere Herren zur Lok nach Pirna. Ehe am ersten Halloween-Wochenende der erste Doppelspieltag in dieser Saison ansteht.

 

Für den HSV Apolda spielten:

Tor: Igor Toskoski sowie Nils Schabram und Thomas Poschbeck

 

Feld: Lars Langer 6, Bojan Mirilo 5, Norbert Bán 4, Malte Hansemann 2, Jörg Heinemann 2, Patrik Pristas 2/2, Sebastian Wenke, Niklas Seifert, Kay Winter sowie Alvaro Rajic und Slobodan Veselinovic