Spielbericht 6. Spieltag MDOL 2018/19

Harmonie der Glockenstädter stellt Lok auf Abstellgleis

 

Eines der Entscheidungsspiele gegen die punktgleichen Gäste aus Pirna stand auf der Tagesordnung an diesem Samstagabend. Entscheidungsspiel gerade weil es am Ende der Saison auf die Ergebnisse aus solchen Spielen ankommen kann. Daher sollte der Wille heute noch stärker ausgeprägt sein.

Motiviert startete daher das Team von Frank Ihl in die Partie und gab direkt den Ton an. Wie ein D-Zug agierten die Hausherren auf dem Feld und ließen der „altehrwürdigen“ Lok kaum eine Chance. Nach 8 Minuten mussten die Gäste daher bereits die Auszeit nehmen. Sie lagen zu diesem frühen Zeitpunkt bereits mit 0:4 hinten. Grund hierfür ganz klar, das Tempospiel und die Präzision der Abschlüsse des HSV, sowie ein bärenstarker Igor im Kasten. Denn gleich in der 5. Minute parierte dieser einen Siebenmeter von Pirnas Top-Torjäger Torsten Schneider. Nach der Auszeit versuchten die Gäste Igor mit einem Dreher zu überlisten, dieser ging allerdings am Tor vorbei. Igor Ilievski zeigte im Gegenangriff, wie man von Linksaußen treffen kann und netzte zur 5:0 Führung für unsere HSV’ler ein. Die ESV’ler drehten nun ein wenig mehr auf, nutzen ihre Chancen besser und so wurde das Spiel ausgeglichener. Über 8:4 (17. Minute) und 12:8 (26. Minute) kämpften sich die Eisenbahner besser ins Spiel und verkürzten 15 Sekunden vor der Pause gar auf 13:11. Dennoch war Slobodan in der ersten Halbzeit in Torlaune gekommen und nutzte die Unachtsamkeit Pirnas aus, versenkte mit dem Pausenpfiff den Ball zum 14:11 im Tor.

Was war das für ein Hammer unseres Neuzugangs. So konnte es entspannt weitergehen, dachten sicher einige in der Halle. Aber Handball wäre nicht Handball, wenn nicht immer alles möglich wäre.

Weiterhin motiviert und frei aufspielend starteten die Glockenstädter in die 2. Hälfte. Nick stellte die 4-Tore-Führung aus Halbzeit 1 wieder her (15:11). Und Norbert verwandelte den unendlich langen Konterpass von Igor zum 16:12. Ein Traumtor für den HSV, 35. Minute. Nick legte mit seinem Heber das nächste „Sahne“-Tor des Tages zum 19:15 nach (41. Minute). Die weiteren Tore von Norbert und Bojan (20:16 bzw. 21:16) sorgten dafür, dass Pirnas Spielercoach Dusan Milicevic die nächste Auszeit nahm, 44. Minute. Die Gäste legten nach dieser gerade im Angriff noch einmal Kohlen nach, gaben ganz klar den Ton an und überlisteten mehr sehr effektiv unsere Abwehr. Gerade in dieser Phase drohte das Spiel gar zu kippen, stand es nach 53 Minuten gar nur noch 22:20. Weiter beherzte Würfe von Slobodan, Bojan und auch der Treffer des schnellen Stefan später führten das Team allerdings wieder auf die Siegerstraße, 25:20 (57. Minute). In der Abwehr verschob man hier trotz Unterzahl gut, und die Würfe Pirnas parierte Igor ausnahmslos. Kurz vor dem Ende, 59. Minute, startete Norbert noch einmal zum Gegenstoß und Torsten Schneider führte bei ihm die „Trikotzerreißprobe“ durch, kassierte eine Zeitstrafe und Vasil netzte sicher zum 26:20 ein. Bis zum Abpfiff konnten beide Teams noch ein Tor werden, sodass am Ende ein sicherer 27:21 Sieg auf der Anzeige leuchtete.

Ein Start-Ziel-Sieg und vor allem in der Aufholphase Pirnas die Nerven behalten zu haben, sind heute wohl die Garanten für den Apoldaer Sieg. Diesen erspielten sich die Männer von Frank Ihl heute nicht nur in der Abwehr, sondern auch oder besser hauptsächlich durch ihre Angriffsleistung, denn die Treffer waren mit Konsequenz und Wille erzielt wurden.

 

Für den HSV spielten:

 

Tor: Igor Toskoski, Istvan Lengyel

 

Feld: Slobodan Veselinovic (7), Bojan Mirilo (6), Norbert Bán (5/1), Michal Mrózek (3), Igor Ilievski (2), Nick Heinemann (2), Stefan Langer (1), Vasil Mitevski (1/1), Benjamin Trautvetter, Jörg Heinemann und Torsten Dippmann