Amateurpokal 2017/18

Spielbericht 2. Runde THV-Amateurpokal

"Vierten Finaleinzug verpasst


Personell stark reduziert reisten die Apoldaer zum Derby im Amateurpokal nach Hermsdorf. Die Holzländer, ebenfalls personell angeschlagen, empfingen als Thüringenligisten, den HSV als Favoriten.

Doch der 4. Finaleinzug (Pokal dieses Jahr erstmals mit Final Four am Ende) blieb den Favoriten verwehrt.

Die Partie begann und die Hausherren spielten anders als gewöhnlich, mit 4 Rückraumspielern und ohne Kreis. Einfache Kreuzungen und viel Druck dieser Spieler genügten, um die HSV-Defensive am heutigen Tage auseinander zu spielen. Hermsdorfs Eigengewächs Felix Reis erwischte einen Sahnetag und netzte einen Ball nach dem anderen bei Igor Toskoski ein. Aber die Gäste antworten prompt, ebenfalls mit viel Druck von Halblinks und konnten so nach einem 1:0 Rückstand mit 3:5 in Führung gehen. Doch Felix Reis schien die Apoldaer Wurfgewalt nicht zu interessieren, seine Mitspieler setzten ihn in Szene und so stand es nach 10 Minuten 5:5. Irgendwie konnte sich kein Team in den Folgeminuten entscheidend absetzen. Fehler hier, Unkonzentriertheit da, oder Tore auf beiden Seiten, ließen keinen Vorteil für eines der Teams zu. So stand es nach 22. Minute 9:8 für Hermsdorf. Bis zum 12:12 in der 28. Minute glich der HSV allerdings immer umgehend aus. Doch zwei Fehler hintereinander vorne, und schnelle Tore der Holzländer als Antwort, ließen die Gäste zur Pause mit 2 Toren 14:12 ins Hintertreffen geraten.

Nach dem Seitenwechsel leistete sich die Ihl-Truppe vorn zu viele leichte Fehler. Der SV hingegen ließ den Ball laufen, und fand viermal in Folge Ex-HSV-Spieler Hannes Rudolph. Dieser netzte, wie zu Regionalliga-Zeiten für den HSV, erbarmungslos für sein aktuelles Team ein. Nach 33 Minuten führte deshalb der SV H mit 17:12. Wachrütteln und Mitspielen, selbst agieren und nicht reagieren war angesagt. Nach Fehlern hinten bzw. Toren von Hermsdorf nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern einfach mal vorne zeigen, was man kann, galt es umzusetzen. Und genau das schafften die Glockenstädter, wenn auch sehr schleppend. Immer wieder fanden auch sie die Lücke auf Linksaußen und Neuzugang Igor Ilievski versenkte mehrere Würfe. Dennoch betrug der Rückstand nach 40 gespielten Minuten noch drei Tore, 21:18. Die Hermsdorfer setzten sogar noch einmal einen drauf, Marvin Schreck vom Kreis 24:20. Gar noch schlimmer, das 25:20 von Martin Ehm. Dieser stand zunächst am Siebenmeterpunkt, Daniel Kocsis im Tor parierte, doch auch wenn Jannick die Hand zuerst am Ball hatte, waren die Hände des Hermsdorfers willensstärker und so versenkte er den Nachwurf. In den Folgeminuten spielten die Hausherren eine immer offensivere Abwehr, gerade in Unterzahl tanzten sich den Gästen direkt vor den Füßen rum. Die HSV-Akteure schafften es dennoch den Abstand noch einmal zu schmelzen, durch Tore von der rechten Seite von Nick und Nicky, waren es nur noch zwei Treffer die fehlten, 26:24. 10 Spielminuten verblieben dafür. Jannick erhielt den Ball am Kreis und sorgte für den Anschlusstreffer, 27:26. Doch Felix Reis war noch immer in Torlaune, und auch wenn Daniel den einen oder anderen parierte, beim 28:26 und 29:26 war er chancenlos. Die Uhr zeigte immer noch 5 Minuten, und Trainer Ihl bat zur Auszeit. Ohne Torwart, mit einem 7. Feldspieler, wollte man nun den Ausgleich erzwingen. Zunächst wirkte Hermsdorf immer noch siegessicherer und traf ins leere Tor, 30:27. Doch 4 Minuten vor Ende nahm sich Nicky einen Wurf mit einem recht spitzen Winkel, 30:28 und Igor Ilievski setzte per Konter erneuten Anschluss, 30:29. Da er in diesem von Felix Reis behindert wurde, musste dieser auf die Bank. Die Hausherren leisteten sich erneut einen Fehler, ebenfalls ohne Torhüter und in Unterzahl agierend, nahm Nick sich direkt den Ball, und traf aus der eigenen Hälfte zum 30:30. Max Remde behielt in der letzten Spielminute der offiziellen Spielzeit die Nerven und netzte vom Punkt zum 31:30 ein. Der HSV erkämpfte sich noch mehrere Chancen und auch Hermsdorf hatte noch 2 Möglichkeiten. Doch am Ende landete der letzte Wurf des Tages, ein direkter Freiwurf durch Nick Heinemann, nur am Pfosten des Hermsdorfer Kastens. Aus der Traum vom Final Four-Einzug. 

Die Hausherren waren heute einfach frischer, dynamischer und zeigten permanent den unbedingten Willen den HSV aus dem Pokal zu werfen. Die nächsten beiden Wochen müssen die Männer von Frank Ihl sich erholen, Krankheiten auskurieren und Luft holen, um die spannenden, harten und knappen Partien in der MDOL, dann für sich entscheiden zu können.


Für den HSV spielten:

Tor: Igor Toskoski, Daniel Kocsis

Feld: Igor Ilievski 10, Florian Folger 6, Nick Heinemann 4, Nicky Resimius 4, Vasil Mitevski 3/3, Jannick Möller 2, Michal Mrózek 1, Torsten Dippmann, Yves Stephan"